Perspektiven
Die studentische Zeitschrift Perspektiven aus Frankfurt am Main entstand 1989. Ihre wichtigsten Anliegen waren die Emanzipationsbewegungen der Dritten Welt in Asien, Afrika und Lateinamerika. Studenten spielten in der Geschichte der verschiedenen Revolutionen der Dritten Welt immer schon eine bedeutenden Rolle, naheliegend deshalb auch der Versuch der Perspektiven, das "internationale Solidaritätsempfinden" der hiesigen deutschen Studentenschaft zu reanimieren. Natürlich ging es 1989, wie übrigens auch heute im Jahre 2001, um die "adäquate Verteilung wirtschaftlichen Reichtums".
Perspektiven schrieb im Editorial ihrer ersten Nummer:
"So versteht sich PERSPEKTIVEN auch als Forum für eine Wiederaufnahme der Diskussion um den Internationalismus-Begriff, dessen Konturen seit den späten 70er Jahren zunehmend unscharf geworden sind. Die Arbeit der Redaktion läßt sich von der festen Überzeugung leiten, daß Chancen auf Änderung nur dann bestehen, wenn auf breiter Ebene die unmittelbaren Zusammenhänge zwischen schier grenzenlosem Wohlstand und entwürdigem Mangel bewußt gemacht und in der Folge endlich die überfälligen politischen und wirtschaftlichen Konsequenzen gezogen werden."
Quelle: Perspektiven, Editorial 1/2 1989, Seite 2
Perspektiven erschien bi-lingual. Das Projekt wurde im Dezember 1997 mit der Nummer 32 eingestellt.
Das Redaktionsarchiv wurde dem ID-Archiv übergeben. Es handelte sich um 13 Umzugskisten und verschiedene Plakate.
Das Redaktionsarchiv der Perspektiven ist frei zugänglich, aber noch nicht erschlossen.